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12. Februar 2006: „Fahrt in den Schnee“ - Dampfzug-Sonderfahrt in den Harz der Eisenbahnfreunde Schwalm-Knüll e.V.
Am Sonntag, den 12. Februar, fand sich schon in den frühen Morgenstunden eine Gruppe Südstädter zur „Fahrt in den Schnee“ am Hauptbahnhof in Marburg ein. Zuvor war jedoch früh aufstehen (05.00 Uhr und das am Sonntag!!!) angesagt gewesen, denn unser Zubringerzug nach Treysa fuhr bereits um 6.21 Uhr in Marburg ab. Gegen 7.00 Uhr stiegen wir dann in den von unserer Fahrt nach Köln bereits bekannten Dampfzug um und die Fahrt nach Nordhausen konnte beginnen. Während der Fahrt dorthin gab es ein kleines Frühstück und den ersten kleinen Umtrunk.
Das Wetter machte uns bei dieser Fahrt wirklich keinen Strich durch die Rechnung, denn schon in Nordhausen waren ein paar Sonnenstrahlen zu sehen und die Luft war sehr klar. Durch den tief verschneiten Harz konnten wir eine außergewöhnliche Fahrt der schmalspurigen Harzquerbahn nach Benneckenstein im Oberharz mit erleben. Und Schnee gab es wirklich reichlich! Die Schneehöhe betrug ca 30-40 cm, auf dem Brocken (so weit ging unsere Fahrt aber leider nicht) sollen noch zwischen 1 und 4m gelegen haben.
In Benneckenstein stärkten wir uns mit Erbseneintopf und konnten gegen die Kälte auch Glühwein und Tee trinken. Außerdem war es uns möglich, die Mallet-Tenderlok 99 5902 (Baujahr 1897/98) sowie die den mit Dampflok 99 7241-5 bespannten fahrplanmäßig verkehrenden Zug nach Wernigerode aus nächster Nähe zu bestaunen.
Die schlechte Nachricht des Tages erreichte uns dann während eines Haltes zum Wasser fassen auf dem Rückweg nach Nordhausen. Unsere Dampflok für die Rückfahrt ab Nordhausen war defekt und konnte den Zug nicht mehr zurück nach Treysa bringen! Die Beschaffung einer Ersatzlok scheiterte an der benötigten Dampfheizung für die Wagen, denn 4 Stunden Rückfahrt im ausgekühlten, ungeheizten Zug wären sicherlich ein wenig frostig gewesen. So wurde dann kurzerhand die Rückfahrt mit 4 aus Treysa herangeschafften Reisebussen erledigt, sogar die Anschlusszüge würden noch mehr als frühzeitig erreicht. Die Wartezeit bis zum Eintreffen der Busse wurde uns von einigen Mitgliedern der Eisenbahnfreunde Schwalm-Knüll mit Küchen versüßt, während andere bereits damit beschäftigt waren, eine Werkstatt für die Lok zu finden. Trotz dieser Panne war der Ausflug sehr erlebnisreich und wunderschön. Gegen 21:45 Uhr kamen wir wohlbehalten und etwas erschöpft wieder in Marburg an.
(Bericht Alexandra Koch, Klaus Gärtner, Fotos Klaus Gärtner)
Nachtrag zum Bericht:
Die Lok ist inzwischen repariert und mit dem Zug nach Treysa zurückgekehrt. In Nordhausen konnte eine kompetente Werkstatt gefunden werden, die den Lagerschaden (die beiden Hauptkuppelstangenlager mussten neu ausgegossen werden) beheben konnte, wobei die Lokmannschaft den gesamten Ab- und Anbau der Stangen durchführte. Die Südstadtgemeinde hat den Eisenbahnfreunden ihr Verständnis für die Situation und die Rückreise per Bus mitgeteilt sowie das „Krisenmanagement“ gelobt, was erfreut zur Kenntnis genommen wurde. Weiteres auf den Internetseiten der EfSK:
www.efsk.de
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Letzte Aktualisierung
14. Juli 2013
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