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25. August 2007: Besichtigung des Deutschen Weinbaumuseum in Oppenheim und Besuch des Kellerwegfestes in Guntersblum
Warum ist es am….? Richtig geraten! „Warum ist es am Rhein so schön“ lautet die bekannte Liedzeile. Dies herauszufinden hatten die Südstädter bei der diesjährigen Tagestour nach Oppenheim und Guntersblum reichlich Gelegenheit. Bei strahlendem Sonnenschein starteten etwa 20 gut gelaunte Menschen verschiedenen Alters am 25. August die Reise gen Süden, und sie wurden nicht enttäuscht. Bei der Ankunft in Oppenheim, der ersten Station, herrschten unvorhergesehene Temperaturen von 28 Grad, und da wird sich so mancher gefragt haben, warum er oder sie den bekannten Hut mit dem blauen Band zu Hause gelassen hatte. Nicht nur das Wetter, auch alles andere war gut organisiert worden vom 2. Vorsitzenden Klaus Gärtner, der vor Ort von Brigitte Engelhardt tatkräftig unterstützt wurde.

Bei Oppenheim denkt jeder automatisch an Krötenbrunnen. Diesen bekamen die Marburger nicht zu Gesicht, dafür aber eine fette Kröte aus Bronze am Marktplatz, wo man in diversen Lokalen zunächst die wohlverdiente Mittagspause einlegte.
Diejenigen, die sich für das Lokal „Gillot“ entschieden hatten, konnten von der Terrasse aus beim Warten auf das Essen das Schauspiel einer eleganten Hochzeit genießen, die sich von der Katharinenkirche aus den Berg hinab bewegte. Während die Südstädter Frauen die eleganten Kleider und extravaganten Hüte der Damen begutachteten und sich fragten, ob wohl alle auf ihren Stiletto-Absätzen heil unten ankommen würden, hatten die Männer anderes im Blick: „Siehste Heinz, solch eine Limousine könnten wir auch fahren – wenn wir uns andere Eltern ausgesucht hätten.“
Nach weiteren Rundblicken auf das malerische Städtchen Oppenheim, in dem reges Leben und Treiben herrschte an diesem Samstagmittag, stand Kultur auf dem Programm: Der Besuch des Deutschen Weinbaumuseums, in dem laut Prospekt 2000 Jahre Weinbaugeschichte an einem Ort versammelt sind. Leicht verunsichert waren die Südstädter allerdings doch, als ihnen im Treppenhaus – neben einer beachtlichen Sammlung von Korkenziehern – als Erstes Hunderte von Mausefallen präsentiert wurden. Mausefallen aus Vietnam und Nordschweden, riesengroße und winzig kleine Schmuckmausefallen, Mausefallen aus verschiedenen Jahrhunderten – was mögen sie wohl mit Weinbau zu tun haben? Dieser Frage ging die Berichterstatterin nach und fand heraus: Garnichts! Die Sammlung gilt als Kuriosum und wurde dem Museum vor Jahren von einem prominenten Oppenheimer geschenkt, also muss man sie zeigen. In einem anderen Raum wurden als Beispiele der tatsächlichen Schädlingsbekämpfung Raketen und riesige Kanonen gezeigt, mit denen man früher die großen Scharen von Staren aus den Weinbergen vertrieb durch den lauten Knall. Vielleicht kommt daher der Ausspruch „Mit Kanonen auf Spatzen schießen“? Jedenfalls verscheucht man heute die Vögel noch immer mit Platzpatronen, deren Abfeuern elektronisch gesteuert wird.
Nach dieser guten theoretischen Vorbereitung ging es weiter zum Kellerwegfest nach Guntersblum, einem der größten Weinfeste am Rhein, das nur an zwei aufeinander folgenden Wochenenden stattfindet. Unerschrocken ließen sich die Südstädter gleich zu Anfang des Weges im Keller Nummer 110 nieder beim Weingut Schwanhof Schuppert, wo man angenehm auf der Terrasse sitzen konnte. Weinflaschen verschiedener Sorten kamen auf den Tisch, und man ließ es sich so richtig gut gehen. Über viele andere Stationen mit Essensständen, Musikvorführungen, Kunsthandwerkerständen, Weinverkostung in richtigen tiefen Kellern schafften es die Marburger tatsächlich bis zum Keller Nummer 1, wo man bei uriger Musik noch einmal so richtig gut essen und trinken konnte. Bis dahin hatten natürlich alle das Erkennungszeichen des Kellerwegfestes erworben: Ein Weinglas, das vor der Brust baumelt, entweder in einer ledernen oder – bei den Damen – gehäkelten Haltevorrichtung. Übrigens: Wer hat im Bus sein Weinglas vergessen? Es kann bei der Berichterstatterin abgeholt werden!
Gruppenbild in Oppenheim bei strahlendem Sonnenschein. Im Hintergrund die Katharinenkirche.
Das Deutsche Weinbaumuseum in Oppenheim
Keller 110: Bei gutem Wein für jeden Geschmack Anfang und Ende des Kellerwegfestes für die Südstädter
Trotz der wirklich vielfältigen und zahlreichen Angebote und trotz der dichten Menschenmassen, die sich im Kellerweg drängten, trafen sich am Schluss alle wieder heiter und wohlbehalten am Keller 110 und ließen sich von Herrn Gombert (Firma Etzelmüller) nach Marburg chauffieren; ein besonderer Service war, dass die Südstädter alle in ihren jeweiligen Stadtvierteln abgesetzt wurden - die meisten in Cappel. Das war ein wunderschöner Tagesausflug, der unbedingt wiederholt werden sollte. Alle, die zum guten Gelingen beitrugen, seien herzlich bedankt für ihren Einsatz.

(Bericht: Gerlinde Schwebel, Fotos: Klaus Gärtner)
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Letzte Aktualisierung
14. Juli 2013
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